Leitung

Ich habe mir lange überlegt, welches Thema ich für den Impuls nehmen soll.
Nach langem hin und her, habe ich mich dafür entschieden, daß Thema "LEITUNG" zu nehmen.
Ich weiß selber als Leiter der schon seit 30 Jahren leitet wie schwer dieses Thema zu besetzen ist. Ich habe mit Kinderkriche angefangen u. später bin ich in die Gruppenarbeit und von da in die Offene Arbeit und zu guter letzt im Sicherheitsdienst gelandet.
Dafür habe ich 30 Jahre benötigt und ich habe in dieser Zeit oft sehr unpopuläre Entscheidungen treffen müssen. Oft habe ich mich emotional leiten lassen mal mehr mal weniger mit Verstand. Oft habe ich um andere zu schützen mich selber mit meinen Entscheidungen nicht leiden können. Oft fühlte ich mich nicht verstanden oder als Leiter ausgegrenzt. Oft habe ich junge Menschen ziehen lassen wegen der Konflikte oder wegen was?
Wo sind meine Grenzen?
Wer darf mich ausgrenzen?
Wann habe ich versagt?
Wem muß ich es recht machen?
Dem einzelnen MA. dem Jugendlichen, der Frau, dem Kirchengemeinderat......... oder reicht es wenn ich versuche Gott mit meinem Handeln gerecht zu werden?
Fragen, Fragen, nichts als Fragen!

In der Bibel ist zu finden unter Hebräer 13,17 und Petrus 5,2:
„Leiter und Hirten haben dieselbe Aufgabe, über die anvertrauten Menschen zu wachen und sie zur Reife zu führen“.

Zur Reife führen ist uns bei vielen Menschen gelungen. Oft haben diese gar nicht bemerkt, was die Jugendarbeit mit ihnen oder was die Jugendarbeit aus ihnen gemacht hat. Ich denke jeder hat versucht für sich das heraus zu holen, was für ihn am besten aus seiner Sicht war und ist. Für mich als Leiter ist es oft schwer Menschen zu führen und gleichzeitig das nötige Handwerkszeug mitzugeben.
Viele gehen aus meiner Sicht zu früh von uns weg.
Viele sind zulange bei uns.
Viele können nur sehr schwer ohne uns.
Wir sind als Gemeinschaft immer gefragt, was bringt es dem Einzelnen der bei uns ist?
Als Leiter muß ich zwar den Einzelnen sehen, bin aber dennoch für die ganze Gruppe verantwortlich. Sehr schwer war es für mich selber zu lernen, daß ich nicht jedem helfen kann. Diese Erkenntnis hat viele schlaflose Nächte bereitet. Ich habe aber eins gelernt!
Mein Weg ist vorgestimmt und ich habe glaube ich nicht den einfachen Weg eingeschlagen sondern einen sehr Steinigen. Dieser steinige Weg bringt mich an mein Ziel, dass Ziel das Jesus uns vorgelebt hat. Ich werde bestimmt oft an mir Zweifeln, aber ich werde dadurch Kraft schöpfen und weiter versuchen mit euch einen christlichen sozialen Weg zu gehen der für viele ein Weg zu mehr Zufriedenheit oder vielleicht sogar zu Gott führt.