Resilienz

Resilienz Resilienz kommt aus dem Lateinischen und heißt: resilire „ zurückspringen, abprallen “ oder psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Quelle Wikipedia Seit einiger Zeit wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Somit komme ich auch nicht darum herum, mich dieser Treibjagd zu entziehen. Aus beruflichen Gründen kann ich mich nicht immun dagegen verhalten. Da ich kein Mensch bin, der gerne den Massen hinterher rennt, muss ich jetzt für mich die professionelle und die ehrenamtliche Arbeit mit Menschen, wobei sich dies nicht gegenseitig ausschließt aus meinem Blickwinkel betrachten. Meine erste Grundannahme lässt sich dahingehend festschreiben, dass in der sozialen Arbeit das direkte Arbeiten mit dem Menschen von der wirklichen Bedürfnislage der betroffenen Menschen sehr weit entfernt stattfindet. Viele Pädagogen sind es nicht mehr gewohnt, sich in die Person, die Hilfe braucht, hinein zu versetzen. Viele Pädagogen und auch Eltern haben verlernt, sich die eigenen Stärken des Gegenübers zu erkennen und diese gezielt zu fördern. Meine zweite Grundannahme lässt sich dahingehend festschreiben, dass wir neuen Bewegungen mit den Aussagen: „Ich als Pädagoge muss mich selber verändern, denn mein Gegenüber kann ich nicht verändern.“ Dies hat zur Folge, dass ich mich schon gar nicht mehr in der direkten Auseinandersetzung für mein Gegenüber auf den Weg mache, gemeinsam eine gute Veränderung auf den Weg zu bringen. Meine dritte Grundannahme lässt sich dahingehend festschreiben, dass Therapeuten oft mit dem Satz kommen, dass ein Vorschlag auch ein Schlag ins Gesicht sei. Hierbei nimmt man aus meiner Sicht dem Gegenüber die Möglichkeit, durch direkten Austausch von Ideen, Wegen, Formen usw. die Chance auf eine sinnstiftende Beteiligungsform und die Erweiterung des eigenen Horizontes. So, jetzt möchte ich keine weiteren Grundannahmen in den Raum werfen, sondern auf die Gesellschaft, in der ich lebe etwas näher eingehen. Unsere Gesellschaft hat sich in so viele verschiedene Strömungen entwickelt, dass wir nur schwer wieder zueinander finden können. Wir haben uns zu Interessensverbänden zusammen geschlossen, um vermutlich unsere Interessen weiter im Kleinen wie im Großen voran zu treiben. Dies hat zur Folge, dass jede Gruppierung nach sich schaut und ein Miteinander oft nur sehr schwer möglich ist. Ein gutes Beispiel ist die Wirtschaft mit ihren Lobbyverbänden. Hier sind klare Bestrebungen ersichtlich, die sogar derzeit gezielt gefördert in die Gesetzgebung hinein wirken sollen. Zweites Beispiel sind die Migrationsverbände. Man kämpft für die eigenen Ziele und bleibt schön unter sich. Es gibt eigentlich keine Öffnung nach außen und somit findet aus meiner Sicht keine Integration im eigentlichen Sinne statt. Es wird zwar Hilfe für den einzelnen Betroffenen bereitgestellt, aber ist das die eigentliche Integration wie sie sein sollte? Drittes Beispiel sind die Verbände, die mit Menschen mit einem Handicap arbeiten. Hier werden auch in erster Linie die eigenen Interessen oft auch aus wirtschaftlicher Sicht vorangetrieben. Man bleibt unter sich und öffnet sich dann, wenn man von den Menschen, die nicht direkt betroffen sind, etwas erwarten möchte. Aber nur dann ist das Gemeinsame möglich oder sogar gewünscht. Dies sind Entwicklungen die aber oft zur Spaltung und Desinteresse in der Gesellschaft führen. Warum wohl kommt es zu Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF)? Wann werden Ideologien möglich? Wie kann sich eine Gesellschaft für andere stark machen, die in dem jeweiligen Umfeld des Betrachters leben? Durch Demonstrationen machen wir klar, dass wir mit verschiedenen Themen von anders Denkenden nicht konform gehen. Wir sind aber meistens nicht bereit sich mit selbigen direkt auseinander zu setzen. Nur als Gegendemonstrant aufzutreten heißt ja nicht, sich auf mein Gegenüber direkt einzulassen. Als Gegendemonstrant bekunde ich meinen Unmut, meine andere Meinung, aber meistens ändert sich daraufhin nicht sehr viel. Wäre es nicht sinnvoller, sich mit der Resilienz der Rechtslastigen auseinander zu setzen, statt ihnen mit Argumenten zu kommen, mit denen sie nicht oder nur schwer klar kommen können. Dies erfordert sehr viel Bereitschaft und Motivation, sowie die Fähigkeit, mich in mein Gegenüber hinein versetzen zu können. Dies nennt man „akzeptierende Arbeit“. Geschichtlich hat für mich das Thema Resilienz vor 2020 Jahren begonnen. Es gab damals ein junges Paar. Er, Handwerker mit seiner Frau, die in einer - heute würden wir sagen prekären Lage - waren. Sie waren sowas wie Vertriebene oder Flüchtlinge, die gezwungen wurden, in ihre Heimat zur Registrierung zurück zu kehren. Um dies hin zu bekommen, mussten sie, obwohl die Frau in der heutigen Zeit eigentlich nicht transportfähig, war in den Heimatort zurück. Somit war der Start von dem kleinen Jungen nicht ganz so toll. Übernachtungsquartier und Geburtsort war kein Krankenhaus, sondern ein Stall. Unter der Betreuung von Tieren bekam die Frau das Kind, welches in einem speziellen Holzbettchen lag, als die drei Sozialarbeiter, die aus aller Welt kamen, die junge Familie mit ihren Sprüchen, Gesten und dem anderen Zeug beschenkte. Somit war klar, dass der kleine Junge unter einem besonderen Stern stand. Heute würde man schauen, welche Traumata den Jungen ereilt hatten. Ein Heer an Fachkräften - man könnte sie auch Hirten nennen - würde hier aktiv werden. So und was ist jetzt passiert? Natürlich hat sich der Junge bemüht, aus der Opferrolle heraus zu kommen. Der Bub hat sich seine Gedanken gemacht und seinen Weg gesucht. Warum hat dies so geklappt, fragen wir uns natürlich auch. Und oh Wunder, er hatte von seinem Vater ständig Unterstützung. Er wurde mit seinen Stärken richtig stark und hat seine eigenen Netzwerke mit den 12 Brüdern gegründet. Sogar das Gender Model hier war schon angelegt, aber sehr spät kamen die Frauen hier auf den Plan, mit Ausnahme von einer Frau, welche den Bub auf die Welt gebracht hat. So, jetzt zum Fazit: Wenn man einen neuen Namen für etwas findet, kann man für ganz alte Sachen einen neuen Weg finden. Wenn jetzt nur die Menschen damit auch wieder mehr zum Glauben kommen würden, dann müssten nicht so viele Fachkräfte am Start sein. Deswegen sind wir auf dem Weg, den Mensch, der uns gegenüber oder neben uns steht, hoffentlich durch Sinnvolles auf ihn eingehen, mitzunehmen und ihn widerstandsfähiger zu machen, um in unserer Welt, die ja schon etwas älter ist, klar zu kommen. Derjenige, der die Welt erschaffen hat, hat uns genügend Möglichkeiten an die Hand gegeben, damit wir Gutes tun können. Noch als Tipp für uns Menschen in dieser Region: Dadurch, dass die Welt nicht so gut da steht, können wir vielleicht aufgrund von schlechtem Klima mit allen Altersgruppen mal gemeinsam etwas verändern und auf den Weg zu bringen. Wollen wir aufmerksam sein und unseren Auftrag als gläubige Menschen - oder vielleicht auch als Menschen, die erst noch gläubig werden könnten - sinnvoll auch als Resilienzlerinnen und Resilienzler auf den Weg bringen?